Basalzellkarzinom der Haut: AWMF-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut der aktuellen AWMF-Leitlinie ist das Basalzellkarzinom (BZK) der häufigste maligne Tumor des Menschen in Mitteleuropa. Die Leitlinie beschreibt den Tumor als lokal infiltrierend und destruierend wachsend, während eine Metastasierung sehr selten beobachtet wird. Als wesentliche Risikofaktoren nennt die Leitlinie neben der chronischen und intermittierenden UV-Belastung auch eine genetische Disposition, wie einen hellen Hauttyp oder das Basalzellkarzinomsyndrom. Gemäß den Expertenausführungen entstehen Basalzellkarzinome de novo, wobei im Laufe der Zeit beim selben Patienten multiple Primärtumoren auftreten können.

Empfehlungen

Die AWMF-Leitlinie empfiehlt als Therapie der ersten Wahl die operative Entfernung des Basalzellkarzinoms mit histologischer Kontrolle der vollständigen Resektion. Für Tumoren mit niedrigem Rezidivrisiko wird laut Leitlinie bei konventioneller Exzision ein Sicherheitsabstand von 3 bis 5 Millimetern empfohlen. Bei Hochrisiko-Tumoren oder Rezidiven rät die Leitlinie zu einer mikroskopisch kontrollierten Exzision oder einem Sicherheitsabstand von über 5 Millimetern. Zur Diagnosesicherung empfiehlt die Leitlinie eine histologische Untersuchung nach Biopsie oder Exzision. Zudem wird bei der Erstdiagnose eines BZK eine Ganzkörperuntersuchung der Haut durch die Leitlinienautoren stark empfohlen. Für superfizielle Basalzellkarzinome nennt die Leitlinie topische Verfahren wie Imiquimod 5 Prozent, 5-Fluorouracil oder die photodynamische Therapie als Behandlungsoptionen, insbesondere wenn Kontraindikationen gegen eine Operation bestehen. Bei lokal-fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren empfiehlt die Leitlinie die interdisziplinäre Diskussion von systemischen Therapien wie Hedgehog-Inhibitoren oder Immun-Checkpoint-Inhibitoren.

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem Einsatz einer Strahlentherapie bei Patienten mit genetischen Syndromen oder Autoimmunerkrankungen, die mit einer erhöhten Strahlenempfindlichkeit einhergehen. Hierzu zählen laut Leitlinie das Basalzellkarzinomsyndrom, Xeroderma pigmentosum, Lupus erythematodes und Sklerodermie. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Diclofenac und Remetinostat mangels ausreichender Daten aktuell nicht zur topischen Therapie empfohlen werden können.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie kann die Dermatoskopie maßgeblich dazu beitragen, die Sicherheit der klinischen Diagnose eines Basalzellkarzinoms zu verbessern und differentialdiagnostisch zum Melanom abzugrenzen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert die H-Zone als Bereich mit hohem Rezidivrisiko. Dazu zählen das zentrale Gesicht mit Nase, Augenlidern, Lippen und Ohren sowie Genitalien, Hände und Füße.

Laut Leitlinie ist eine Schnittbildgebung wie CT oder MRT nur bei lokal-fortgeschrittenen Tumoren oder bei klinischem Verdacht auf Knocheninfiltration, Orbitainfiltration oder perineurales Wachstum indiziert.

Die AWMF-Leitlinie führt die Strahlentherapie als Option für lokal-fortgeschrittene Tumoren an, bei denen eine Operation nicht möglich ist, oder wenn Patienten einen operativen Eingriff ablehnen.

Gemäß Leitlinie können für kleine, superfizielle Tumoren am Rumpf oder an den Extremitäten neben der Exzision auch Flachexzisionen, topische Therapien wie Imiquimod oder Kryochirurgie angeboten werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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