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Sachkunde Invasive Elektrophysiologie: Curriculum (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Sachkunde ist die vierte Säule im Curriculum 'Spezielle Rhythmologie' der DGK.
  • Das Programm umfasst 37 Unterrichtseinheiten zu Grundlagen, Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen.
  • Schwerpunkte sind Katheterablation, Antiarrhythmika, 3D-Mapping und spezifische Arrhythmiesyndrome.
  • Die Erfolgskontrolle erfolgt über Multiple-Choice-Fragen, von denen zwei Drittel korrekt beantwortet werden müssen.
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Hintergrund

Die Sachkunde "Invasive Elektrophysiologie" stellt die vierte Säule im "Curriculum Spezielle Rhythmologie" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) dar. Sie ergänzt die bestehenden Sachkunden zur Herzschrittmacher-, ICD- und CRT-Therapie. Ziel ist es, das für die invasive Rhythmologie erforderliche theoretische Wissen zu definieren, welches zusammen mit der praktischen klinischen Weiterbildung die Qualität in Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen sichert.

Struktur des Curriculums

Das Curriculum ist in verschiedene Unterrichtseinheiten (UE, je 45 Minuten) unterteilt, die theoretisches Wissen, Falldiskussionen und "Troubleshooting" umfassen:

ThemenblockUmfangKerninhalte
1. Grundlagen4 UEAnatomie, zelluläre Elektrophysiologie, Arrhythmiemechanismen
2. Diagnostische Untersuchungen5 UEApparative Diagnostik, Invasiv-EP, Troubleshooting
3. Therapie5 UEAntiarrhythmika, Device-Therapie, LAA-Okkluder
4. Ablationstherapie4 UEEPU/Ablation, Stimulationsmanöver, Komplikationsmanagement
5. Arrhythmieformen6 UEBradyarrhythmien, Vorhofflimmern/-flattern, SVT
6. Plötzlicher Herztod & VT5 UEAngeborene Syndrome, ventrikuläre Arrhythmien, Synkope
7. Falldiskussionen6 UETroubleshooting und Fallbeispiele
8. Erfolgskontrolle2 UEMultiple-Choice-Prüfung

Diagnostische und Therapeutische Schwerpunkte

Das Curriculum fordert fundierte Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Nichtinvasive Diagnostik: EKG, Langzeit-EKG, Bildgebung (Echo, CT, MRT) und Schlafapnoediagnostik.
  • Invasive Diagnostik: Indikationen und Grenzen der EPU, Funktionsweise von 3D-Mapping-Systemen, intrakardiale Signale und Stimulationsmanöver.
  • Therapieverfahren: Pharmakologie der Antiarrhythmika, biophysikalische Grundlagen der Katheterablation (Radiofrequenz, Kryo) sowie chirurgische Ablationsverfahren.

Spezifische Krankheitsbilder

Die Sachkunde verlangt detailliertes Wissen zu Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie spezifischer Arrhythmien:

  • Vorhofflimmern und Vorhofflattern (inkl. Schlaganfallprävention)
  • Supraventrikuläre Tachykardien (AVNRT, AVRT, AT)
  • Ventrikuläre Arrhythmien und Prävention des plötzlichen Herztodes
  • Angeborene Arrhythmiesyndrome (z.B. Ionenkanalerkrankungen)
  • Synkopen-Management

Erfolgskontrolle

  • Pro Unterrichtseinheit werden 3 Multiple-Choice-Fragen gestellt.
  • Die Prüfung gilt als bestanden, wenn zwei Drittel der Fragen korrekt beantwortet wurden.
  • Die Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme obliegt der Weiter- und Fortbildungsakademie der DGK.

💡Praxis-Tipp

Da die Sachkunde primär theoretisches Wissen vermittelt, sollte sie idealerweise parallel zur praktischen klinischen Weiterbildung im elektrophysiologischen Labor absolviert werden, um das Wissen direkt anwenden zu können.

Häufig gestellte Fragen

Die Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme obliegt der Weiter- und Fortbildungsakademie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).
Pro Unterrichtseinheit werden 3 Multiple-Choice-Fragen gestellt. Zum Bestehen müssen zwei Drittel der Fragen richtig beantwortet werden.
Sie ist die vierte Säule im 'Curriculum Spezielle Rhythmologie' der DGK, ergänzend zu den Sachkunden für Herzschrittmacher-, ICD- und CRT-Therapie.

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