Candesartan: Profil & Dosierung laut DrugBank
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank. Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), der primär in der kardiovaskulären Medizin eingesetzt wird.
Als Prodrug (Candesartan-Cilexetil) wird es im Körper zur aktiven Form umgewandelt. Die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 15 Prozent, und die Halbwertszeit beträgt rund 9 Stunden.
Der Wirkstoff wird zu 60 Prozent renal und zu 40 Prozent biliär ausgeschieden. Ein wesentlicher Vorteil ist laut Profil der minimale Metabolismus über das Cytochrom-P450-System (CYP).
Empfehlungen
Laut DrugBank-Profil entfaltet Candesartan seine Wirkung durch die selektive Blockade der Angiotensin-II-Bindung an die AT1-Rezeptoren. Dies führt zu Vasodilatation, einer Reduktion von Aldosteron und gesteigerter Natriurese.
Da das Medikament das Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE) nicht hemmt, kommt es zu keinem Anstieg von Bradykinin. Folglich tritt der für ACE-Hemmer typische Husten nicht auf.
Indikationen
Das Profil nennt folgende Hauptindikationen für den Einsatz von Candesartan:
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Arterielle Hypertonie
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Herzinsuffizienz (NYHA-Stadien II bis IV, basierend auf der CHARM-Studie)
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Unverträglichkeit von ACE-Hemmern (insbesondere bei ACE-Hemmer-induziertem Husten)
Interaktionen und Nebenwirkungen
Es wird auf mehrere klinisch relevante Wechselwirkungen hingewiesen. Die Kombination mit kaliumsparenden Diuretika erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie.
Bei gleichzeitiger Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) kann die Wirksamkeit von Candesartan sinken und das renale Risiko steigen. Zudem wird bei einer Lithium-Therapie eine Spiegelkontrolle empfohlen.
Eine duale RAAS-Blockade durch die Kombination mit ACE-Hemmern erhöht laut Datenbank das Risiko für unerwünschte Ereignisse. Als häufige Nebenwirkungen werden Schwindel, Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörungen und Rückenschmerzen aufgeführt.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien für die Einmalgabe (QD) vor:
| Indikation | Startdosis | Zieldosis / Maximaldosis |
|---|---|---|
| Arterielle Hypertonie | 8 mg einmal täglich | Maximal 32 mg einmal täglich |
| Herzinsuffizienz | 4 mg einmal täglich | Ziel 32 mg einmal täglich |
Kontraindikationen
Laut DrugBank gelten folgende Kontraindikationen für die Behandlung mit Candesartan:
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Schwangerschaft
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Bilaterale Nierenarterienstenose
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Schwere Leberfunktionsstörungen
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Kombination mit Aliskiren bei Vorliegen eines Diabetes mellitus
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Aspekt bei der Verordnung von Candesartan ist die Vermeidung einer dualen RAAS-Blockade. Die Datenbank warnt davor, den Wirkstoff mit ACE-Hemmern oder bei diabetischer Stoffwechsellage mit Aliskiren zu kombinieren, da dies das Risiko für renale Komplikationen signifikant erhöht. Zudem wird bei gleichzeitiger NSAR-Gabe auf eine mögliche Wirkungsabschwächung und Nierentoxizität hingewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank hemmt Candesartan nicht das Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE). Dadurch kommt es zu keinem Anstieg von Bradykinin, welches für den typischen ACE-Hemmer-Husten verantwortlich ist.
Der Wirkstoff unterliegt nur einem minimalen Metabolismus über das CYP-System. Die Ausscheidung erfolgt laut Datenbank zu 60 Prozent über die Nieren und zu 40 Prozent biliär.
Bei Patienten mit Herzinsuffizienz wird eine initiale Dosis von 4 mg einmal täglich empfohlen. Die Zieldosis liegt laut Profil bei 32 mg einmal täglich.
Nein, die Datenbank führt eine bestehende Schwangerschaft als absolute Kontraindikation für die Einnahme von Candesartan auf.
Die Kombination mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) kann die blutdrucksenkende Wirkung von Candesartan reduzieren. Zudem wird auf ein erhöhtes Risiko für Nierenfunktionsstörungen hingewiesen.
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Quelle: DrugBank: Candesartan - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.