Antimicrobial Stewardship: Empfehlungen der NICE-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut der NICE-Leitlinie zielt das Antimicrobial Stewardship (AMS) darauf ab, den sachgemäßen Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten zu fördern und zu überwachen. Die Leitlinie betont, dass dies entscheidend ist, um die Entstehung von Antibiotikaresistenzen zu verlangsamen und die zukünftige Wirksamkeit dieser Behandlungen sicherzustellen. Gemäß dem Dokument umfasst der Geltungsbereich alle Gesundheitseinrichtungen, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene behandelt werden.

Empfehlungen

Organisatorische Maßnahmen

Die NICE-Leitlinie empfiehlt die Etablierung von Antimicrobial Stewardship-Programmen über alle Versorgungsbereiche hinweg. Laut Leitlinie sollten AMS-Teams mindestens aus einem Apotheker für antimikrobielle Mittel und einem medizinischen Mikrobiologen bestehen.

Verschreibungspraxis

Gemäß der Leitlinie sollen Verschreiber lokale oder nationale Richtlinien befolgen, insbesondere hinsichtlich der kürzesten wirksamen Behandlungsdauer, der optimalen Dosis und des Verabreichungsweges. Es wird empfohlen, bei Krankenhauspatienten mit Verdacht auf Infektionen mikrobiologische Proben vor der Verschreibung zu entnehmen.

Patientenkommunikation

Die NICE-Leitlinie rät dazu, mit Patienten die Gründe gegen eine sofortige Antibiotikagabe sowie Alternativen (wie abwartendes Verschreiben oder Selbstpflege) zu besprechen.

Intravenöse Therapien

Nach aktueller Leitlinienempfehlung sollte eine Überprüfung intravenöser antimikrobieller Verschreibungen nach 48 bis 72 Stunden in allen Versorgungseinrichtungen in Betracht gezogen werden, um einen möglichen Wechsel auf eine orale Therapie zu prüfen.

Neue antimikrobielle Mittel

Für die Einführung neuer Substanzen empfiehlt die Leitlinie die Nutzung lokaler Entscheidungsgruppen, um den klinischen Nutzen, Resistenzraten und mögliche Restriktionen zu bewerten.

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💡Praxis-Tipp

Laut der NICE-Leitlinie ist es ratsam, bei Patienten mit selbstlimitierenden Erkrankungen auf eine sofortige Verschreibung von antimikrobiellen Mitteln zu verzichten und stattdessen ein abwartendes Verschreiben (Back-up-Prescribing) oder symptomatische Selbstpflegemaßnahmen zu besprechen.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß der NICE-Leitlinie ist das Hauptziel die Förderung und Überwachung des sachgemäßen Einsatzes von antimikrobiellen Mitteln, um deren zukünftige Wirksamkeit zu erhalten und Resistenzen zu verlangsamen.

Die Leitlinie empfiehlt, dass AMS-Teams als Kernmitglieder einen Apotheker für antimikrobielle Mittel sowie einen medizinischen Mikrobiologen umfassen sollten.

Nach aktueller Leitlinienempfehlung sollte eine Überprüfung intravenöser Verschreibungen nach 48 bis 72 Stunden erwogen werden, um unter anderem einen Wechsel auf orale Präparate zu prüfen.

Die NICE-Leitlinie rät davon ab, bei voraussichtlich selbstlimitierenden Erkrankungen sofortige Rezepte auszustellen. Stattdessen wird empfohlen, Alternativen wie Selbstpflege oder abwartendes Verschreiben zu diskutieren.

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Quelle: Antimicrobial stewardship: systems and processes for effective antimicrobial medicine use (NICE, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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