SCCM-Leitlinie 2024: Familienzentrierte Pflege auf der ITS

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: SCCM (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die familienzentrierte Pflege auf der Intensivstation für Erwachsene (ITS) ist eine essenzielle Kompetenz, die laut der Society of Critical Care Medicine (SCCM) wichtige klinische Endpunkte für Patienten und deren Angehörige beeinflusst. Die COVID-19-Pandemie hat die Betreuung von Angehörigen auf der Intensivstation stark belastet, weshalb die Praktiken zur Einbindung und Unterstützung von Familien weiterhin angepasst werden müssen. Die aktuelle SCCM-Leitlinie von 2024 zielt darauf ab, die Evidenz zur Unterstützung von Familien zu aktualisieren und optimale Post-Pandemie-Praktiken für die familienzentrierte Pflege zu definieren.

Empfehlungen

Die SCCM-Leitlinie umfasst insgesamt 17 Konsensaussagen, die in vier Hauptbereiche unterteilt sind: Einbindung der Familie, Unterstützung familiärer Bedürfnisse, Kommunikationsunterstützung und Unterstützung des ITS-Personals. Die Empfehlungen basieren auf dem GRADE-System.

Präsenz und Einbindung der Familie

  • Laut Leitlinie wird die Beibehaltung liberaler Besuchsregelungen als Standardpraxis bekräftigt, wann immer dies möglich ist.
  • Es wird vorgeschlagen, Angehörigen die Teilnahme an Visiten sowie die Mitwirkung an der patientennahen Pflege zu ermöglichen.

Unterstützungsangebote für Angehörige Die SCCM-Leitlinie empfiehlt, Familien auf der Intensivstation durch verschiedene Maßnahmen zu unterstützen. Dazu gehören:

  • Aufklärungsprogramme
  • ITS-Tagebücher (ICU diaries)
  • Angebote zur psychischen Gesundheit, Trauerbegleitung und spirituellen Unterstützung

Kommunikation

  • Gemäß dem Expertenkonsens wird eine strukturierte Kommunikation mit den Familien sowie ein Kommunikationstraining für das klinische Personal nahegelegt.
  • Für oder gegen spezifische klinische Tools zur Familienunterstützung oder Entscheidungshilfen spricht die Leitlinie aufgrund der aktuellen Evidenzlage keine Empfehlung aus.

Gerechtigkeit und Personalunterstützung

  • Die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung dafür aus, Praktiken zu implementieren, die Barrieren für eine gerechte intensivmedizinische Versorgung von Familien systematisch identifizieren und abbauen.
  • Zudem wird vorgeschlagen, Programme zur Förderung des Wohlbefindens derjenigen Kliniker zu entwickeln, die für die Betreuung der Angehörigen zuständig sind.
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💡Praxis-Tipp

Laut SCCM-Leitlinie stellt die Implementierung liberaler Besuchsregelungen als Standardpraxis einen zentralen Baustein der familienzentrierten Pflege dar, der durch strukturierte Kommunikationsangebote und ITS-Tagebücher flankiert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollen aktualisierte evidenzbasierte Empfehlungen zur Unterstützung von Familien auf Erwachsenen-Intensivstationen bereitgestellt und optimale Praktiken für die Zeit nach der COVID-19-Pandemie aufgezeigt werden.

Die SCCM-Leitlinie bekräftigt die immense Bedeutung von liberalen Präsenz- und Besuchsregelungen für Familien als Standardpraxis, sofern dies möglich ist.

Es wird vorgeschlagen, Familien durch Aufklärungsprogramme, ITS-Tagebücher sowie durch psychologische, spirituelle und trauerbegleitende Maßnahmen zu unterstützen.

Nein, die aktuelle Leitlinie spricht aufgrund der verfügbaren Evidenz weder eine Empfehlung für noch gegen spezifische, an das Personal gerichtete Tools oder Entscheidungshilfen aus.

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Quelle: Guidelines on Family-Centered Care for Adult ICUs: 2024 (SCCM, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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