WHO-Bericht 2023: Globale Tuberkulose-Epidemiologie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tuberkulose (TB) ist eine vermeidbare und meist heilbare Krankheit, die durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Laut dem WHO Global Tuberculosis Report 2023 war TB im Jahr 2022 weltweit die zweithäufigste Todesursache durch einen einzelnen Infektionserreger, direkt nach COVID-19, und verursachte fast doppelt so viele Todesfälle wie HIV/AIDS. Schätzungsweise ein Viertel der Weltbevölkerung ist mit TB infiziert. Der Bericht beschreibt, dass die COVID-19-Pandemie zu erheblichen Rückschlägen bei der globalen TB-Kontrolle geführt hat. Dies zeigte sich in einer erhöhten Mortalität und Inzidenz in den Jahren 2020 und 2021. Im Jahr 2022 war jedoch eine deutliche Erholung bei den Diagnosen und Behandlungen zu verzeichnen. Dennoch verfehlt die globale Gemeinschaft laut WHO derzeit die Ziele der "End TB Strategy" deutlich, weshalb dringender Handlungsbedarf zur Beendigung der Epidemie bis 2030 besteht.

Empfehlungen

Der WHO-Bericht dokumentiert die zentralen epidemiologischen Entwicklungen und strategischen Ziele zur Bekämpfung der Tuberkulose:

Epidemiologische Kernbefunde

  • Laut Bericht erkrankten im Jahr 2022 weltweit schätzungsweise 10,6 Millionen Menschen an Tuberkulose.

  • Es wurden 7,5 Millionen Menschen neu diagnostiziert, was den höchsten Wert seit Beginn der WHO-Aufzeichnungen im Jahr 1995 darstellt. Dies wird auf Nachholeffekte nach den COVID-19-bedingten Einschränkungen der Gesundheitsversorgung zurückgeführt.

  • Die Zahl der TB-Todesfälle wird für 2022 auf 1,30 Millionen geschätzt, was einen Rückgang gegenüber den Vorjahren (1,4 Millionen in 2020 und 2021) bedeutet.

  • Multiresistente oder Rifampicin-resistente Tuberkulose (MDR/RR-TB) betraf im Jahr 2022 schätzungsweise 410.000 Menschen. Gemäß den WHO-Daten erhielten jedoch nur 175.650 Betroffene eine entsprechende Behandlung.

  • Etwa zwei Drittel der weltweiten TB-Fälle konzentrieren sich laut Bericht auf acht Länder: Indien, Indonesien, China, die Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch und die Demokratische Republik Kongo.

Strategische Ziele und Verfehlungen

  • Die WHO-Ziele der "End TB Strategy" sehen eine Reduktion der TB-Todesfälle um 75 % und der Inzidenz um 50 % bis 2025 (im Vergleich zu 2015) vor. Laut Bericht lag die tatsächliche Reduktion bis 2022 jedoch nur bei 19 % (Mortalität) bzw. 8,7 % (Inzidenz).

  • Es wird beschrieben, dass etwa 50 % der TB-Patienten und ihrer Haushalte mit katastrophalen Gesamtkosten (über 20 % des jährlichen Haushaltseinkommens) konfrontiert sind. Das Ziel der WHO liegt hier bei 0 %.

  • Der Bericht betont die Notwendigkeit, die auf dem UN-High-Level-Meeting 2023 gemachten Zusagen in konkrete Maßnahmen umzusetzen, um einen universellen Zugang zu Prävention, Diagnostik und Behandlung zu gewährleisten.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem WHO-Bericht ist bei der Bekämpfung der Tuberkulose ein besonderes Augenmerk auf die Schließung von Lücken bei der Diagnose und Behandlung von multiresistenter Tuberkulose (MDR/RR-TB) zu legen, da derzeit nur etwa zwei von fünf der geschätzten Fälle therapiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem WHO-Bericht entwickelten im Jahr 2022 weltweit schätzungsweise 10,6 Millionen Menschen eine Tuberkulose.

Der Bericht schätzt, dass es in den Jahren 2020 bis 2022 aufgrund von pandemiebedingten Unterbrechungen der Gesundheitsversorgung zu fast einer halben Million zusätzlicher TB-Todesfälle kam.

Gemäß den WHO-Daten entfallen etwa zwei Drittel der weltweiten TB-Fälle auf acht Länder: Indien, Indonesien, China, die Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch und die Demokratische Republik Kongo.

Der Bericht gibt an, dass die Behandlungserfolgsrate bei medikamentenempfindlicher Tuberkulose bei 88 % liegt, während sie bei multiresistenter oder Rifampicin-resistenter Tuberkulose (MDR/RR-TB) 63 % beträgt.

Laut dem Bericht wurden die Meilensteine der "End TB Strategy" für 2020 und 2025 bisher weltweit deutlich verfehlt, auch wenn einige Länder in der afrikanischen und europäischen Region gute Fortschritte verzeichnen konnten.

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Quelle: WHO Consolidated Guidelines on Tuberculosis (WHO, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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