MASLD bei Diabetes: Diabetes Canada Leitlinie 2025

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Diabetes Canada (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD), ehemals NAFLD, betrifft laut der Diabetes Canada Leitlinie etwa 70 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes. Die Leitlinie betont, dass die Leberfibrose der primäre Faktor für hepatische und extrahepatische Komplikationen ist. Zudem wird in der Leitlinie die neue Nomenklatur erklärt: NAFLD wurde zu MASLD und NASH zu MASH (metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis) umbenannt. Für Personen, die gleichzeitig einen riskanten Alkoholkonsum aufweisen, wurde laut Leitlinie der Begriff MetALD eingeführt.

Empfehlungen

Die Leitlinie empfiehlt, alle Personen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes auf eine MASLD-assoziierte Leberfibrose zu screenen. Hierfür soll laut Leitlinie der FIB-4-Score genutzt werden, welcher auf Alter, AST, ALT und Thrombozyten basiert (Empfehlungsgrad B). Bei einem FIB-4-Score unter 1,3 liegt laut Leitlinie ein geringes Risiko vor; hier wird das Management des metabolischen Syndroms in der Primärversorgung sowie eine Wiederholung des Screenings alle 1 bis 2 Jahre empfohlen. Bei einem Score zwischen 1,30 und 2,67 rät die Leitlinie zu zusätzlichen Tests wie der transienten Elastographie. Ab einem Score von 2,67 wird eine Überweisung in die Hepatologie empfohlen (Empfehlungsgrad C). Bezüglich des Lebensstils wird ein anhaltender Gewichtsverlust von 5 bis 10 % empfohlen, wobei laut Leitlinie ein Verlust von über 10 % angestrebt werden sollte, um die Fibrose potenziell umzukehren (Empfehlungsgrad B). Zur medikamentösen Therapie bei Typ-2-Diabetes und MASLD-assoziierter Fibrose (F2 oder F3) können gemäß Leitlinie Pioglitazon (Empfehlungsgrad A) oder subkutanes Semaglutid (Empfehlungsgrad D) erwogen werden. Zudem empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von Statinen zur kardiovaskulären Risikoreduktion (Empfehlungsgrad D). Bei Vorliegen einer MASLD-Zirrhose (F4) wird eine routinemäßige Überwachung mittels Ultraschall und Alpha-Fetoprotein alle 6 Monate empfohlen.

Dosierung

In den von der Leitlinie zitierten Studien wurden spezifische Dosierungen untersucht. Für Pioglitazon nennt die Leitlinie eine Dosierung von 45 mg/Tag, welche in Studien zu einer signifikanten Verbesserung der Steatohepatitis führte. Für subkutanes Semaglutid wird in der Leitlinie eine in Studien verwendete Dosis von 0,4 mg/Tag erwähnt, welche das Fortschreiten der Leberfibrose reduzierte.

Kontraindikationen

Laut der Diabetes Canada Leitlinie sollen Statine bei einer dekompensierten Leberzirrhose abgesetzt werden. Vitamin E wird für Menschen mit Typ-2-Diabetes aufgrund begrenzter Wirksamkeit und Sicherheitsbedenken ausdrücklich nicht empfohlen. Zudem wird bariatrische Chirurgie bei dekompensierter Zirrhose laut Leitlinie nicht empfohlen, bis Langzeitergebnisse besser verstanden sind.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie eignet sich der FIB-4-Score als einfaches, nicht-invasives Instrument für die Primärversorgung, um eine fortgeschrittene Leberfibrose bei Personen mit Typ-2-Diabetes zuverlässig auszuschließen, ohne primär auf Ultraschalluntersuchungen zurückgreifen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie erklärt, dass die Nomenklatur aktualisiert wurde. NAFLD wurde in MASLD (metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung) umbenannt, um die zugrunde liegenden metabolischen Ursachen besser abzubilden.

Gemäß der Diabetes Canada Leitlinie wird die Berechnung des FIB-4-Scores basierend auf Alter, AST, ALT und Thrombozytenzahl empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Statinen zur kardiovaskulären Risikoreduktion bei MASLD ausdrücklich. Sie können auch bei kompensierter Zirrhose fortgeführt werden, sollten jedoch bei dekompensierter Zirrhose abgesetzt werden.

Laut Leitlinie wird ein Gewichtsverlust von 5 bis 10 % empfohlen, um die Leberverfettung zu reduzieren. Ein Verlust von über 10 % wird angeraten, um eine Leberfibrose potenziell umzukehren.

Die Leitlinie zieht bei Vorliegen einer Fibrose (F2 oder F3) Pioglitazon oder subkutanes Semaglutid in Betracht, da diese die Steatohepatitis und das Fortschreiten der Fibrose reduzieren können.

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Quelle: Diabetes Canada Chapter 42: Diabetes and Metabolic Dysfunction-associated Steatotic Liver Disease in Adults (2025) (Diabetes Canada, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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