COPD Management: GOLD-Leitlinie 2025

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: GOLD (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine heterogene Erkrankung, die durch chronische Atemwegssymptome und eine anhaltende Atemwegsobstruktion gekennzeichnet ist. Die GOLD-Leitlinie 2025 fasst den aktuellen Stand zu Diagnostik, Prävention und Management zusammen.

Als Hauptursachen werden Gen-Umwelt-Interaktionen im Laufe des Lebens beschrieben, insbesondere Tabakkonsum und die Inhalation toxischer Partikel. Auch genetische Faktoren wie der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel spielen eine Rolle.

Neuere Konzepte wie "Pre-COPD" und "PRISm" beschreiben Vorstufen der Erkrankung. Diese Personen weisen bereits Symptome oder strukturelle Lungenveränderungen auf, zeigen aber noch keine vollständige Atemwegsobstruktion in der Spirometrie.

Empfehlungen

Die GOLD-Leitlinie 2025 formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management der COPD:

Diagnostik und Assessment

Laut Leitlinie ist für die Diagnosestellung eine Spirometrie zwingend erforderlich. Die Diagnose wird durch eine nicht vollständig reversible Atemwegsobstruktion (FEV1/FVC < 0,7 nach Bronchodilatation) bestätigt.

Es wird empfohlen, bei der initialen Beurteilung den Schweregrad der Obstruktion, die Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und das Risiko für zukünftige Exazerbationen zu erfassen. Zudem wird die aktive Suche nach Komorbiditäten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder Lungenkrebs angeraten.

Prävention und Impfungen

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit der Raucherentwöhnung durch Nikotinersatz und Pharmakotherapie. E-Zigaretten werden mangels Evidenz nicht als Hilfsmittel empfohlen.

Folgende Impfungen werden für Personen mit COPD empfohlen:

ImpfungIndikation / Zielgruppe
COVID-19Alle Personen mit COPD gemäß nationalen Empfehlungen
InfluenzaAlle Personen mit COPD (jährlich)
PneumokokkenAlle Personen mit COPD
Tdap (Pertussis, Tetanus, Diphtherie)Personen, die im Jugendalter nicht geimpft wurden
Herpes Zoster (Gürtelrose)Routinemäßig für alle Personen mit COPD
RSVPersonen über 60 Jahre und/oder mit chronischer Herz- oder Lungenerkrankung

Pharmakologische Langzeittherapie

Die medikamentöse Therapie sollte individuell an Symptomlast und Exazerbationsrisiko angepasst werden. Es wird empfohlen, die Inhalationstechnik der Betroffenen regelmäßig zu überprüfen.

Sauerstofftherapie und Beatmung

Die Indikation zur Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) oder nicht-invasiven Beatmung (NIV) richtet sich nach spezifischen Kriterien:

TherapieformIndikationskriterien laut Leitlinie
Langzeitsauerstofftherapie (LTOT)Schwere chronische Ruhe-Hypoxämie (PaO2 ≤ 55 mmHg oder < 60 mmHg bei Cor pulmonale/Polyglobulie)
Nicht-invasive Beatmung (NIV)Schwere chronische Hyperkapnie und Historie von Hospitalisierungen wegen akutem respiratorischem Versagen

Bei stabiler COPD mit moderater Entsättigung wird eine routinemäßige Sauerstoffgabe nicht empfohlen.

Management von Exazerbationen

Eine Exazerbation ist definiert als eine Verschlechterung von Dyspnoe, Husten oder Auswurf innerhalb von weniger als 14 Tagen. Als initiale Bronchodilatatoren werden kurzwirksame Beta-2-Agonisten (SABA) mit oder ohne kurzwirksame Anticholinergika (SAMA) empfohlen.

Für die medikamentöse Akuttherapie gelten folgende Vorgaben:

  • Systemische Kortikosteroide können die Erholungszeit verkürzen und sollten in der Regel nicht länger als 5 Tage gegeben werden.

  • Antibiotika (falls indiziert) sollten ebenfalls für 5 Tage verabreicht werden.

  • Methylxanthine werden aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils nicht empfohlen.

Bei akutem respiratorischem Versagen ohne absolute Kontraindikationen wird die nicht-invasive mechanische Beatmung (NIV) als primäre Beatmungsform empfohlen.

Komorbiditäten und Lungenkrebs-Screening

Komorbiditäten sollen unabhängig von der COPD nach den üblichen Standards behandelt werden. Für das Lungenkrebs-Screening mittels Low-Dose-CT (LDCT) gibt die Leitlinie klare Unterscheidungen vor:

  • Empfohlen: Jährliches LDCT für Personen mit raucherbedingter COPD.

  • Nicht empfohlen: Jährliches LDCT für Personen mit nicht-raucherbedingter COPD (aufgrund unzureichender Datenlage).

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Symptome einer COPD-Exazerbation unspezifisch sind. Es wird empfohlen, stets relevante Differentialdiagnosen wie Pneumonie, Herzinsuffizienz und Lungenembolie auszuschließen, bevor eine reine Exazerbationstherapie eingeleitet wird. Zudem wird betont, dass systemische Kortikosteroide bei Exazerbationen in der Regel nicht länger als 5 Tage verabreicht werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist für die Diagnose eine Spirometrie zwingend erforderlich. Ein FEV1/FVC-Quotient von unter 0,7 nach Bronchodilatation bestätigt das Vorliegen einer nicht vollständig reversiblen Atemwegsobstruktion.

Die Leitlinie empfiehlt für systemische Kortikosteroide und indizierte Antibiotika eine Therapiedauer von jeweils 5 Tagen. Längere Gaben werden im Regelfall nicht angeraten.

Ein jährliches Screening mittels Low-Dose-CT wird nur für Personen mit raucherbedingter COPD empfohlen. Bei nicht-raucherbedingter COPD rät die Leitlinie aufgrund unzureichender Datenlage davon ab.

Es wird eine Immunisierung gegen COVID-19, Influenza, Pneumokokken, Herpes Zoster und RSV (ab 60 Jahren oder bei Begleiterkrankungen) empfohlen. Zudem sollte ein fehlender Tdap-Schutz aus der Jugend nachgeholt werden.

Eine Langzeitsauerstofftherapie wird bei schwerer chronischer Ruhe-Hypoxämie mit einem PaO2 von unter 55 mmHg empfohlen. Bei Vorliegen eines Cor pulmonale oder einer Polyglobulie liegt der Grenzwert bei unter 60 mmHg.

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Quelle: GOLD 2025 Pocket Guide: Diagnosis, Management, and Prevention of COPD (GOLD, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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