Transition in die Erwachsenenmedizin: Leitlinie (NICE)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Transitionsplanung sollte spätestens im Alter von 13 bis 14 Jahren (9. Schuljahr) beginnen.
  • Ein fester Ansprechpartner ('Named Worker') koordiniert den gesamten Übergangsprozess für mindestens 6 Monate vor und nach dem Transfer.
  • Die Betreuung muss entwicklungsgerecht, stärkenorientiert und personenzentriert erfolgen.
  • Nach dem Wechsel sollten Patienten bei den ersten zwei Terminen in der Erwachsenenmedizin denselben Behandler sehen.
  • Jugendliche und ihre Betreuer sind aktiv in die Servicegestaltung und Entscheidungsfindung einzubeziehen.
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Hintergrund

Der Übergang (Transition) von der pädiatrischen Versorgung in die Erwachsenenmedizin ist eine kritische Phase für Jugendliche mit gesundheitlichen oder sozialen Unterstützungsbedarfen. Die NICE-Leitlinie bietet evidenzbasierte Empfehlungen, um diesen Prozess fließend, strukturiert und patientenorientiert zu gestalten. Ziel ist es, Behandlungsabbrüche zu vermeiden und die Eigenständigkeit der jungen Erwachsenen zu fördern.

Prinzipien der Transition

Die Unterstützung muss entwicklungsgerecht erfolgen. Dabei sind verschiedene Faktoren des Jugendlichen zu berücksichtigen:

FaktorBeschreibung
Reife & KognitionAnpassung an den geistigen und psychologischen Entwicklungsstand
GesundheitszustandSpezifische Bedürfnisse aufgrund von Langzeiterkrankungen
Soziales UmfeldBerücksichtigung der persönlichen und sozialen Lebensumstände
KommunikationIndividuelle Kommunikationsbedürfnisse und -fähigkeiten

Zudem sollte der Ansatz stärkenorientiert und personenzentriert sein. Der Jugendliche wird als gleichberechtigter Partner betrachtet.

Transitionsplanung und Zeitrahmen

Die Planung darf nicht auf einer starren Altersgrenze basieren, sondern sollte in einer Phase relativer Stabilität stattfinden.

PhaseZeitpunktKernmaßnahme
Frühe PlanungSpätestens ab 13-14 Jahren (Year 9)Beginn der Vorbereitung auf das Erwachsenenalter
ReviewMindestens jährlichTreffen aller beteiligten Behandler, des Jugendlichen und der Familie
TransferIndividuell festgelegtÜbergabe an die Erwachsenenmedizin
NachbetreuungMind. 6 Monate nach TransferSicherstellung der Anbindung und Kontinuität

Rolle des Named Worker

Jeder Jugendliche sollte einen festen Ansprechpartner (Named Worker) erhalten. Dies kann eine Pflegekraft, ein Jugendarbeiter, ein Arzt oder ein anderer Therapeut sein.

Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Koordination der Transitionsunterstützung
  • Bindeglied zwischen Jugendlichen, Familie und verschiedenen Behandlern (inkl. Hausarzt)
  • Unterstützung bei der Navigation durch das Gesundheitssystem
  • Förderung der Eigenständigkeit und Vermittlung an Peer-Support-Gruppen
  • Begleitung für mindestens 6 Monate vor und nach dem Transfer

Maßnahmen vor und nach dem Transfer

Um Ängste abzubauen und die Adhärenz zu steigern, sind spezifische Maßnahmen vor und nach dem Wechsel essenziell.

ZeitpunktEmpfohlene MaßnahmenBemerkung
Vor dem TransferGemeinsame Termine / KlinikenBehandler aus Kinder- und Erwachsenenmedizin arbeiten zusammen
Vor dem TransferErstellung eines persönlichen OrdnersEnthält z.B. ein 1-Seiten-Profil, Notfallpläne und Ziele
Vor dem TransferKennenlernen der neuen EinrichtungBesuche in der Erwachsenenmedizin ermöglichen
Nach dem TransferKontinuität beim BehandlerDie ersten zwei Termine sollten beim selben Behandler stattfinden
Nach dem TransferProaktives Follow-upBei Nichterscheinen (No-Show) aktiv Kontakt aufnehmen

Infrastruktur und Management

Gesundheits- und Sozialeinrichtungen müssen auf Managementebene Verantwortung übernehmen:

  • Senior Executive: Verantwortlich für die strategische Entwicklung und Veröffentlichung von Transitionsrichtlinien.
  • Senior Manager: Verantwortlich für die Implementierung und Überwachung der Richtlinien.

Es wird empfohlen, eine Gap-Analyse durchzuführen, um Versorgungslücken für junge Menschen zu identifizieren, die keinen Zugang zu regulären Erwachsenendiensten haben.

💡Praxis-Tipp

Benennen Sie für jeden Jugendlichen einen festen Ansprechpartner ('Named Worker') und stellen Sie sicher, dass der Patient bei den ersten zwei Terminen in der Erwachsenenmedizin denselben Arzt sieht, um Vertrauen aufzubauen.

Häufig gestellte Fragen

Spätestens im Alter von 13 bis 14 Jahren (bzw. im 9. Schuljahr), um eine frühzeitige Vorbereitung auf das Erwachsenenalter zu gewährleisten.
Ein sogenannter 'Named Worker', der eine vertrauensvolle Beziehung zum Jugendlichen hat und als Bindeglied zwischen allen Beteiligten fungiert.
Die Erwachsenenmedizin muss proaktiv Kontakt aufnehmen, den Patienten nachverfolgen und ggf. den Hausarzt oder den ursprünglichen Named Worker einbeziehen.
Mindestens 6 Monate vor und 6 Monate nach dem Transfer in die Erwachsenenmedizin.

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