Hüftfraktur Management: Aktuelle NICE-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Hüftfraktur stellt laut der NICE-Leitlinie ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar, was insbesondere auf die alternde Bevölkerung zurückzuführen ist. Gemäß dem Quelltext versterben etwa 10 Prozent der Betroffenen innerhalb eines Monats und rund ein Drittel innerhalb von 12 Monaten, meist aufgrund von Begleiterkrankungen. Die Leitlinie betont, dass ein umfassender, multidisziplinärer Ansatz (Orthogeriatrie) von der Aufnahme bis zur Nachsorge erforderlich ist, da Stürze und Frakturen oft auf zugrunde liegende gesundheitliche Probleme hinweisen.

Empfehlungen

Bildgebung Die NICE-Leitlinie empfiehlt die Durchführung eines MRT, falls trotz unauffälliger Röntgenbilder der Verdacht auf eine okkulte Hüftfraktur besteht. Ist ein MRT kontraindiziert oder nicht innerhalb von 24 Stunden verfügbar, sollte laut Leitlinie ein CT in Betracht gezogen werden.

Operationszeitpunkt Es wird empfohlen, die Operation am Tag der Aufnahme oder am Folgetag durchzuführen. Korrigierbare Komorbiditäten (wie Anämie, Volumendefizit oder Entgleisungen des Blutzuckers) sollen laut Expertenkonsens der Leitlinie umgehend behandelt werden, um chirurgische Verzögerungen zu vermeiden.

Schmerzmanagement Die Leitlinie rät zu einer sofortigen Schmerzerfassung und Analgesie bei der Aufnahme, auch bei kognitiver Einschränkung. Gemäß NICE wird Paracetamol alle 6 Stunden prä- und postoperativ empfohlen. Bei unzureichender Wirkung sollen zusätzliche Opioide (postoperativ als schnell freisetzende Präparate) angeboten werden. Intraoperative Nervenblöcke können laut Leitlinie für alle operierten Personen erwogen werden.

Chirurgisches Vorgehen Nach aktueller Leitlinienempfehlung ist das Ziel der Operation eine sofortige, uneingeschränkte Vollbelastung. Bei dislozierten intrakapsulären Frakturen wird eine Arthroplastik empfohlen. Eine totale Hüftendoprothese (TEP) sollte laut Leitlinie bei Personen erwogen werden, die zuvor im Freien mit maximal einem Gehstock unabhängig mobil waren und voraussichtlich auch nach zwei Jahren noch unabhängig im Alltag sein werden. Zudem wird die Verwendung von zementierten Implantaten empfohlen.

Mobilisation und Rehabilitation Die NICE-Leitlinie stuft eine physiotherapeutische Beurteilung und Mobilisation am Tag nach der Operation als Standard ein, sofern keine medizinischen Kontraindikationen bestehen. Ein formales, orthogeriatrisches "Hip Fracture Programme" wird ab der Aufnahme dringend empfohlen.

Kontraindikationen

Laut der NICE-Leitlinie werden nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Schmerzbehandlung bei Hüftfrakturen nicht empfohlen.

Zudem wird explizit darauf hingewiesen, dass Nervenblöcke nicht als Ersatz für eine frühzeitige Operation eingesetzt werden dürfen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bei der Wahl der Analgesie sichergestellt werden sollte, dass diese ausreicht, um notwendige Bewegungen für Untersuchungen (wie die passive Außenrotation des Beins) sowie für die Pflege und Rehabilitation zu tolerieren.

Häufig gestellte Fragen

Die NICE-Leitlinie empfiehlt, den chirurgischen Eingriff am Tag der Krankenhausaufnahme oder am darauffolgenden Tag durchzuführen.

Wenn Standard-Röntgenbilder unauffällig sind, empfiehlt die Leitlinie ein MRT. Ist dieses nicht innerhalb von 24 Stunden verfügbar oder kontraindiziert, sollte ein CT erwogen werden.

Gemäß der NICE-Leitlinie werden nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) für die Analgesie bei Hüftfrakturen nicht empfohlen.

Eine TEP sollte nach aktueller Leitlinienempfehlung bei dislozierten intrakapsulären Frakturen erwogen werden, wenn die Person zuvor weitgehend unabhängig mobil war und voraussichtlich auch nach zwei Jahren noch eine hohe Alltagskompetenz aufweisen wird.

Laut Leitlinie wird eine physiotherapeutische Beurteilung und erste Mobilisation bereits am Tag nach der Operation empfohlen, sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

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Quelle: CG124: Hip fracture management (NICE, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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