Sturzprävention bei Älteren: USPSTF-Leitlinie 2024

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Stürze stellen laut der US Preventive Services Task Force (USPSTF) die Hauptursache für verletzungsbedingte Morbidität und Mortalität bei älteren Erwachsenen in den USA dar. Die Leitlinie führt an, dass im Jahr 2018 etwa 27,5 Prozent der zu Hause lebenden Erwachsenen ab 65 Jahren mindestens einen Sturz im vergangenen Jahr erlebten. Bei 10,2 Prozent kam es zu einer sturzbedingten Verletzung. Für das Jahr 2021 schätzt die USPSTF die Zahl der Todesfälle durch sturzbedingte Verletzungen auf 38.742. Zielgruppe der aktuellen Empfehlungen sind zu Hause lebende Erwachsene ab 65 Jahren, die ein erhöhtes Sturzrisiko aufweisen.

Empfehlungen

Die USPSTF-Leitlinie spricht klare Empfehlungen zur Sturzprävention bei zu Hause lebenden Erwachsenen ab 65 Jahren mit erhöhtem Sturzrisiko aus.

Bewegungsinterventionen

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Bewegungsinterventionen zur Vermeidung von Stürzen (Empfehlungsgrad B). Laut USPSTF bieten diese Maßnahmen mit moderater Sicherheit einen moderaten Nettonutzen bei der Prävention von Stürzen und sturzbedingter Morbidität.

Multifaktorielle Interventionen

Die USPSTF empfiehlt, die Entscheidung für multifaktorielle Interventionen individuell zu treffen (Empfehlungsgrad C). Der Leitlinie zufolge ist der allgemeine Nettonutzen eines routinemäßigen Angebots dieser Maßnahmen gering. Bei der individuellen Abwägung sollen laut Expertenkonsens folgende Faktoren berücksichtigt werden: Umstände früherer Stürze, Vorhandensein von Begleiterkrankungen sowie Werte und Präferenzen der Patientinnen und Patienten.

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💡Praxis-Tipp

Laut der USPSTF-Empfehlung sollte die Entscheidung für multifaktorielle Interventionen stets individualisiert erfolgen, wobei die Umstände früherer Stürze sowie bestehende Komorbiditäten in die Abwägung einbezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie richtet sich an zu Hause lebende Erwachsene ab 65 Jahren, die ein erhöhtes Sturzrisiko aufweisen.

Die USPSTF empfiehlt Bewegungsinterventionen zur Sturzprävention mit einem Empfehlungsgrad B, da sie einen moderaten Nettonutzen bieten.

Nein, laut USPSTF ist der Nettonutzen eines routinemäßigen Angebots gering. Die Leitlinie empfiehlt eine individuelle Entscheidungsfindung (Empfehlungsgrad C).

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Quelle: Interventions to Prevent Falls in Community-Dwelling Older Adults: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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