WHO-Leitlinie: Gesättigte Fettsäuren & Transfette

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Publikation der WHO untersucht den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren (SFA) sowie Transfettsäuren (TFA) und kritischen Gesundheitsoutcomes wie Gesamtmortalität, koronarer Herzkrankheit (CHD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) und Typ-2-Diabetes.

Laut dem systematischen Review der WHO basieren die Erkenntnisse auf prospektiven Beobachtungsstudien mit über drei Millionen Teilnehmenden. Historisch gesehen wurde eine hohe Aufnahme dieser Fette mit negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht, jedoch gab es in der Vergangenheit teils widersprüchliche Studienergebnisse. Die aktuelle WHO-Leitlinie zielt darauf ab, diese Unsicherheiten durch eine umfassende Metaanalyse zu klären und die Effekte eines Austauschs dieser Fette durch andere Makronährstoffe zu bewerten.

Empfehlungen

Nach aktueller Leitlinienempfehlung der WHO ist eine höhere Aufnahme von gesättigten Fettsäuren (SFA) und Transfetten (TFA) mit einer erhöhten Gesamtmortalität sowie einem höheren Risiko für koronare Herzkrankheiten (CHD) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) assoziiert.

Gesättigte Fettsäuren (SFA)

  • Laut Leitlinie wird das Risiko für Gesamtmortalität und CHD signifikant gesenkt, wenn 5 % der Gesamtenergie aus SFA durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA), einfach ungesättigte Fettsäuren (MUFA) aus pflanzlichen Quellen oder langsam verdauliche Kohlenhydrate ersetzt werden.
  • Die WHO-Leitlinie weist darauf hin, dass der Ersatz von SFA durch schnell verdauliche Kohlenhydrate keine Risikoreduktion bringt.
  • Gemäß den Daten der Metaanalyse ist der Ersatz von SFA durch tierisches Protein mit einer erhöhten CHD-Inzidenz verbunden.

Transfettsäuren (TFA)

  • Die Leitlinie beschreibt eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der gesamten TFA-Aufnahme und der Inzidenz von CHD sowie der vorzeitigen Sterblichkeit.
  • Es wird in der Publikation dargelegt, dass der Ersatz von 2 % der Gesamtenergie aus TFA durch pflanzliche MUFA die Mortalität und das CHD-Risiko senkt.
  • Laut aktuellem Expertenkonsens der WHO sollten negative gesundheitliche Folgen in Bezug auf die gesamte TFA-Aufnahme betrachtet werden, unabhängig davon, ob diese industriell hergestellt wurden oder aus Wiederkäuern stammen.
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💡Praxis-Tipp

Laut den Erkenntnissen der WHO-Leitlinie ist bei der Reduktion von gesättigten Fettsäuren und Transfetten besonders auf die Art der Ersatznährstoffe zu achten; die Leitlinie hebt hervor, dass Nahrungsfette idealerweise aus Samen, Nüssen oder pflanzlichen Ölen (wie Oliven- oder Rapsöl) stammen sollten anstatt aus gehärteten Pflanzenfetten, tierischen Fetten oder Kokosöl.

Häufig gestellte Fragen

Laut der WHO-Leitlinie hängt der gesundheitliche Nutzen von der Art der Kohlenhydrate ab. Der Ersatz durch langsam verdauliche Kohlenhydrate senkt das Risiko für koronare Herzkrankheiten, während schnell verdauliche Kohlenhydrate gemäß der Publikation keine Risikoreduktion bewirken.

Die WHO-Leitlinie beschreibt, dass insbesondere industriell hergestellte Transfette mit einer erhöhten CHD-Inzidenz assoziiert sind. Da jedoch auch für Transfette aus Wiederkäuern keine Unbedenklichkeit belegt werden konnte, rät die Leitlinie dazu, die gesamte Transfett-Aufnahme unabhängig von der Quelle zu reduzieren.

Nach aktueller Leitlinienempfehlung führt der isokalorische Austausch von gesättigten Fettsäuren durch PUFA zu einer signifikanten Reduktion der Gesamtmortalität und der Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Quelle: WHO Guidelines on Diabetes Management (WHO, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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