Dachverband Osteologie (DVO) / AWMF2023OrthopädieRheumatologieEndokrinologieGeriatrie

Osteoporose: Prophylaxe & Diagnostik (DVO-Leitlinie 2023)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Dachverband Osteologie (DVO) / AWMF (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Osteoporose wird laut der DVO-Leitlinie als systemische Skeletterkrankung definiert, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes charakterisiert ist. Dies führt gemäß den Leitlinienautoren zu einer erhöhten Knochenfragilität und einem gesteigerten Frakturrisiko. Nach der operationalen Definition der WHO, auf die sich die Leitlinie bezieht, liegt eine Osteoporose vor, wenn der Knochenmineralgehalt in einer DXA-Knochendichtemessung um mehr als 2,5 Standardabweichungen vom Mittelwert abweicht. Die Leitlinie betont, dass die Prävalenz von Osteoporose und typischen Frakturen wie Schenkelhals- oder Wirbelkörperfrakturen mit zunehmendem Lebensalter exponentiell ansteigt. Frauen sind laut den epidemiologischen Daten der Leitlinie häufiger betroffen als Männer, wobei sich das Risiko nach Adjustierung der Knochendichte angleicht.

Empfehlungen

Die aktuelle DVO-Leitlinie hebt hervor, dass eine bereits stattgehabte Fraktur einen der stärksten Risikofaktoren für Folgefrakturen darstellt.

Prävalente Frakturen

Es wird in der Leitlinie beschrieben, dass insbesondere nach einer proximalen Femurfraktur das Risiko für eine weitere Fraktur im ersten Jahr stark erhöht ist (imminentes Frakturrisiko). Auch prävalente Wirbelkörperfrakturen erhöhen laut Leitlinie das Risiko für weitere Wirbel- und Hüftfrakturen signifikant, wobei das Risiko mit dem Schweregrad nach Genant und der Anzahl der Vorfrakturen steigt. Gemäß der Leitlinienempfehlung gelten auch proximale Humerusfrakturen, Beckenfrakturen und Unterarmfrakturen als wichtige Prädiktoren für zukünftige Frakturereignisse.

Endokrinologische Risikofaktoren

Neben den Frakturanamnesen benennt die Leitlinie endokrinologische Erkrankungen als wesentliche Risikofaktoren. So wird beschrieben, dass sowohl ein Diabetes mellitus Typ 1 als auch ein Diabetes mellitus Typ 2 das Risiko für Schenkelhalsfrakturen erhöhen. Bei Diabetes Typ 2 verweist die Leitlinie darauf, dass eine Erkrankungsdauer von über 10 Jahren sowie eine Insulintherapie mit einem nochmals höheren Hüftfrakturrisiko assoziiert sind.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut der DVO-Leitlinie sollte jede Fraktur bei postmenopausalen Frauen sowie bei Männern ab dem 50. Lebensjahr zu einer Abklärung des individuellen Frakturrisikos führen, da Vorfrakturen das Risiko für zukünftige Ereignisse stark erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie stützt sich auf die WHO-Definition, nach der eine Osteoporose vorliegt, wenn der T-Score in der DXA-Knochendichtemessung an der Lendenwirbelsäule oder am proximalen Femur kleiner oder gleich -2,5 ist.

Gemäß der DVO-Leitlinie nimmt das Frakturrisiko bei Männern und Frauen mit zunehmendem Lebensalter exponentiell zu, was sich insbesondere bei Schenkelhals- und Wirbelkörperfrakturen zeigt.

Ja, die Leitlinie beschreibt, dass sowohl Diabetes mellitus Typ 1 als auch Typ 2 das Frakturrisiko erhöhen. Bei Typ 2 wird laut Leitlinie das Risiko durch eine lange Krankheitsdauer und eine Insulintherapie weiter gesteigert.

Als imminentes Frakturrisiko wird in der Leitlinie das besonders hohe Risiko für eine Folgefraktur in der ersten Zeit, insbesondere im ersten Jahr, nach einer stattgehabten Fraktur wie beispielsweise einer Schenkelhalsfraktur bezeichnet.

Laut Leitlinie gelten Unterarmfrakturen als wichtige Indikatoren für eine vorliegende Osteoporose, da sie oft in jüngerem Alter auftreten und das Risiko für spätere Hüft- und Wirbelkörperfrakturen signifikant erhöhen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: DVO-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose v2.2 (2023) (Dachverband Osteologie (DVO) / AWMF, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien