Indometacin im Alter: PRISCUS-2 Empfehlungen & Alternativen
Hintergrund
Die medikamentöse Schmerztherapie bei älteren Patienten erfordert eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung. Gemäß der PRISCUS-2-Liste (2022/2023) wird der Wirkstoff Indometacin für die geriatrische Arzneimitteltherapie bei Patienten ab 65 Jahren bewertet. Basierend auf einem Expertenkonsens (Delphi-Verfahren) wird Indometacin als potenziell inadäquates Medikament (PIM) eingestuft. Die Leitlinie bewertet das Medikament als PRISCUS-2 POSITIV, was bedeutet, dass es im Alter vermieden werden sollte. Auch die FORTA-Klassifikation stuft Indometacin in die Kategorie D (vermeiden) ein.
Dosierungen & Fachinformationen
Für verifizierte Fachkreis-Angehörige (HWG §10)
Häufig gestellte Fragen
Gemäß der PRISCUS-2-Liste hat Indometacin das höchste gastrointestinale Risiko aller NSAR und führt bei Älteren häufiger zu zentralnervösen Nebenwirkungen wie Verwirrtheit und Schwindel.
Laut Expertenkonsens gelten Paracetamol, Metamizol, topische NSAR (wie Diclofenac-Gel) oder bei starken Schmerzen niedrigdosierte Opioide (z. B. Tramadol, Tilidin) als sicherere Alternativen.
Die Leitlinie empfiehlt in Ausnahmefällen, in denen Indometacin eingesetzt wird, eine Kontrolle der Nierenfunktion alle 1 bis 2 Wochen.
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Quelle: Indometacin - PRISCUS-2 / Geriatrische Arzneimitteltherapie (PRISCUS-2 Liste (2022/2023), 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.