FSME-Impfung: STIKO-Empfehlungen 2024
Hintergrund
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch als Zeckenenzephalitis bekannt, ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung. Laut den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) aus dem Jahr 2024 ist die Impfung besonders in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten von hoher Relevanz. Zu diesen Gebieten zählen laut RKI vor allem Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile Hessens, Thüringens und Sachsens. Die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass die FSME-Impfung keinen Schutz vor Borreliose bietet, da hierfür keine Impfung verfügbar ist. Zur Orientierung veröffentlicht das RKI regelmäßig aktualisierte Karten der Risikogebiete.
Empfehlungen
Gemäß der STIKO-Impfempfehlung wird die FSME-Impfung für bestimmte Personengruppen empfohlen.
Indikationen
- Personen, die sich in FSME-Risikogebieten (wie Süddeutschland oder Österreich) aufhalten.
- Reisende in entsprechende Risikogebiete.
- Beruflich exponierte Personen, laut Leitlinie beispielsweise Forstwirte und Landwirte.
Besondere Personengruppen
Kinder
Nach Angaben der STIKO sind Kinder ab einem Alter von 1 Jahr impfbar.
Schwangere
Die Leitlinie empfiehlt eine Impfung in der Schwangerschaft nur bei einem hohen Expositionsrisiko.
Immunsupprimierte
Bei dieser Gruppe ist laut RKI zu beachten, dass die Impfantwort reduziert sein kann.
Dosierung
Die STIKO definiert klare Impfschemata für die Grundimmunisierung und die Auffrischimpfungen gegen FSME.
| Schema | Zeitpunkt der Impfungen |
|---|---|
| Reguläre Grundimmunisierung | 3 Impfungen: Tag 0, nach 1-3 Monaten, nach 9-12 Monaten |
| Schnellschema | Tag 0, Tag 7, Tag 21 (plus Auffrischung nach 12-18 Monaten) |
Für die Auffrischimpfung gelten laut STIKO folgende Intervalle nach abgeschlossener Grundimmunisierung:
Personen unter 60 Jahren
Auffrischung alle 5 Jahre.
Personen ab 60 Jahren
Auffrischung alle 3 Jahre.
Kontraindikationen
Die STIKO nennt spezifische Kontraindikationen für die FSME-Impfung. Eine Impfung darf laut Leitlinie nicht erfolgen bei:
- Schweren allergischen Reaktionen auf eine vorherige Dosis der FSME-Impfung.
- Allergie gegen Hühnereiweiß, da der Impfstoff Spuren davon enthalten kann.
💡Praxis-Tipp
Laut STIKO-Empfehlung ist im Praxisalltag stets zu kommunizieren, dass die FSME-Impfung keinen Schutz vor Borreliose bietet. Zudem wird empfohlen, für die Indikationsstellung die vom RKI veröffentlichten und regelmäßig aktualisierten Karten der FSME-Risikogebiete heranzuziehen.
Häufig gestellte Fragen
Die STIKO empfiehlt die Impfung für Personen in FSME-Risikogebieten, Reisende in diese Gebiete sowie für beruflich exponierte Personen wie Forst- und Landwirte.
Gemäß den STIKO-Empfehlungen sind Kinder ab einem Alter von 1 Jahr impfbar.
Laut Leitlinie richtet sich das Intervall nach dem Alter: Bei Personen unter 60 Jahren wird eine Auffrischung alle 5 Jahre empfohlen, bei Personen ab 60 Jahren alle 3 Jahre.
Nein, die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass die Impfung keinen Schutz vor Borreliose bietet und hierfür derzeit keine Impfung verfügbar ist.
Nach aktueller Leitlinienempfehlung sollte eine Impfung bei Schwangeren nur dann erfolgen, wenn ein hohes Expositionsrisiko besteht.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: STIKO: FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) (RKI/STIKO, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.