Antiallergika & Anaphylaxie: WHO EML 2023
Hintergrund
Anaphylaktische und schwere allergische Reaktionen sind potenziell lebensbedrohliche medizinische Notfälle, die ein schnelles und zielgerichtetes Handeln erfordern. Die weltweite Verfügbarkeit wirksamer und sicherer Medikamente ist für die Akutversorgung essenziell.
Die "Model List of Essential Medicines" (EML) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) identifiziert in ihrer 23. Ausgabe aus dem Jahr 2023 die weltweit wichtigsten Medikamente. Diese Liste wird alle zwei Jahre aktualisiert, umfasst rund 670 Wirkstoffe und dient als Grundlage für nationale Arzneimittelverzeichnisse sowie Beschaffungsentscheidungen.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der Sektion 3 der aktuellen EML. Darin werden fünf essenzielle Wirkstoffe zur Behandlung von Allergien und Anaphylaxie gelistet, die nach Kriterien wie Wirksamkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz ausgewählt wurden.
Dosierungen & Fachinformationen
Für verifizierte Fachkreis-Angehörige (HWG §10)
Häufig gestellte Fragen
Die WHO listet Epinephrin (Adrenalin) explizit als Erstlinientherapie bei Anaphylaxie. Zusätzlich werden Kortikosteroide wie Hydrocortison oder Dexamethason für allergische Reaktionen als essenziell eingestuft.
In der EML 2023 wird Loratadin als essenzielles Antihistaminikum geführt. Es ist in Form von Tabletten (10 mg) oder als orale Lösung gelistet.
Epinephrin wird als Injektionslösung in einer Konzentration von 1 mg/mL (1:1000) gelistet. Als Applikationswege werden die intramuskuläre, subkutane und intravenöse Gabe genannt.
Die WHO führt Dexamethason, Hydrocortison und Prednisolon als essenzielle Kortikosteroide auf. Diese decken verschiedene Applikationswege von der oralen bis zur intravenösen Gabe ab.
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Quelle: WHO EML 2023: Section 3 - Antiallergics and Medicines Used in Anaphylaxis (WHO Essential Medicines List, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.