Diabetes und Parodontitis: AWMF-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S2k-Leitlinie Diabetes und Parodontitis beleuchtet die bidirektionale Beziehung zwischen diesen beiden hochpraevalenten, chronischen Erkrankungen. Laut der Leitlinie beeinflussen sich Diabetes mellitus und Parodontitis wechselseitig in ihrer Entstehung und Progression. Es wird beschrieben, dass ein schlecht eingestellter Diabetes mit einem erhoehten Risiko und Schweregrad einer Parodontitis assoziiert ist. Umgekehrt weist die Leitlinie darauf hin, dass eine schwere Parodontitis die glykaemische Kontrolle erschwert und das Risiko fuer diabetesbedingte Komplikationen wie Retinopathie, Nephropathie und kardiovaskulaere Erkrankungen signifikant erhoeht. Gemaess aktuellen Evidenzen kann eine erfolgreiche nicht-chirurgische Parodontaltherapie zu einer klinisch bedeutsamen Senkung des HbA1C-Spiegels bei Menschen mit Typ-2-Diabetes fuehren.

Empfehlungen

Empfehlungen fuer die aerztliche Praxis

Fuer die aerztliche Praxis empfiehlt die AWMF S2k-Leitlinie, Patienten mit Diabetes darueber aufzuklaeren, dass ein schlecht eingestellter Blutzucker das Risiko fuer eine Parodontitis erhoeht. Laut Expertenkonsens sollen Patienten darauf hingewiesen werden, dass eine bestehende Parodontitis die glykaemische Einstellung erschweren und das Risiko fuer Folgeerkrankungen steigern kann. Es wird eine starke Empfehlung ausgesprochen, alle Diabetespatienten auf die Notwendigkeit einer zahnaerztlichen Untersuchung einschliesslich parodontaler Befunderhebung hinzuweisen.

Empfehlungen fuer die zahnaerztliche Praxis

Fuer die zahnaerztliche Praxis sieht die Leitlinie vor, dass Patienten mit Diabetes nach ihrer Blutzuckereinstellung befragt werden sollen. Gemaess der Leitlinie sollen diese Patienten mindestens einmal jaehrlich parodontal untersucht werden. Wird eine Parodontitis diagnostiziert, empfiehlt die Leitlinie eine angemessene Behandlung, wobei eine nicht-chirurgische Therapie unabhaengig von der Blutzuckereinstellung moeglich ist. Zudem wird empfohlen, Parodontitis-Patienten mit einem erhoehten Diabetesrisiko zur aerztlichen Abklaerung zu ueberweisen.

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💡Praxis-Tipp

Laut der AWMF S2k-Leitlinie ist eine nicht-chirurgische Parodontaltherapie bei Patienten mit Diabetes unabhaengig von der aktuellen Blutzuckereinstellung moeglich. Sofern jedoch eine chirurgische Parodontaltherapie geplant ist, sollte gemaess der Leitlinie zuvor eine bestmoegliche Blutzuckereinstellung erzielt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut der AWMF S2k-Leitlinie haben Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes ein deutlich erhoehtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken oder einen schwereren Verlauf der Zahnfleischentzuendung zu erleiden.

Gemaess der Leitlinie fuehrt eine erfolgreiche Parodontaltherapie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes zu einer klinisch bedeutsamen Senkung des HbA1C-Spiegels.

Die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung aus, dass Patienten mit Diabetes mindestens einmal jaehrlich parodontal untersucht werden sollen, auch wenn keine akuten Beschwerden vorliegen.

Nach aktueller Leitlinienempfehlung sollen Zahnaerzte bei Parodontitis-Patienten, die ein erhoehtes Risiko fuer Diabetes aufweisen, eine aerztliche Abklaerung empfehlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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